„Selbst und ständig“ wird Selbstständigkeit oft beschrieben. Es ist kein Job, der von 8 bis 17.00 geht, sondern ein Business-Lifestyle, der seine eigenen Rhythmen hat. Bei den meisten Unternehmer:innen, die ich kenne, gelten andere Gesetze, bei denen die Gewerkschaften, allen, was sie Entgrenzung der Arbeitszeit nennen würden, die Hände über dem Kopf zusammen schlagen würden. Viele Selbstständige berichten, sie würden eigentlich immer an ihr Business denken und im schlimmsten Fall gar nicht mehr abschalten können. Es gäbe immer etwas zu tun und selbst, wenn man Angestellte hätte, würde das nicht aufhören. Wochenenden werden selbstverständlich zur Arbeitszeit gerechnet.

Und mehr ist mehr beim Umsatz, wie mal ein Steuerberater zu mir sagte. Schließlich habe die Partnerin am Ende ja auch davon was, wenn er sie dann sporadisch einem exklusiven Wochenendtrip einladen könne.

Selbst wenn Zeit wäre, sagen viele, würden sie sich nicht so schnell auf den Partner einlassen können. Psychologisch betrachtet deshalb, weil sie noch gar nicht bei sich selbst angekommen sind, was Begegnung erst ermöglicht.

1. Hände weg vom gemeinsamen Business

Gebranntes Kind scheut das Feuer. Was die Liebe angeht, so hätte ich mich gar nicht selbstständig machen sollen. Meine Eltern hatten eine Tankstelle und ich habe aus erster Hand erlebt, was das für eine Partnerschaft und Ehe bedeutet. Das Gute war, sie sind den ganzen Tag zusammen gewesen. Das Schlechte: sie sind den ganzen Tag zusammen gewesen. Was das heißt, haben gerade viele Paare erleben dürfen.

Sie hingen finanziell an einem Tropf, was einerseits gut für die Motivation war, sich aber andererseits auf die Paarkonflikte bezüglich Geld negativ auswirkte, weil am Ende beide mit der Unternehmerangst zu tun hatten. Ich nenne das Gefühl so, dass die meisten Selbstständigen haben, weil sie sich immer fragen: “Wo und wann kommt der nächste Umsatz her? Wie gehen wir mit dem Geld um? Wie viel Sicherheit brauchen wir? Wo wollen wir investieren?“

Sie waren, das kann ich sagen, ein gutes Arbeitspaar. Aber für die Liebe hat es am Ende nicht gereicht. Dass ich allein mit meinem Vater und ohne meinen kleinen Bruder nach Venedig fahren durfte, fand ich super. Hätte ich gewusst, dass meine Eltern getrennt fuhren, um sich zu überlegen, ob und wie es als Paar weitergehen könne, hätte ich diese Reise vielleicht nicht in so guter Erinnerung.

Also Hände weg von einem gemeinsamen Business? Ich kenne einige Paare, die ein gemeinsames Business haben. Oft bleibt die Partnerschaft auf der Strecke. Aber einige schaffen es, weil sie Werte teilen, die auf Erfolg ausgerichtet sind. Sie planen sich genug qualitative Zeit füreinander ein und haben die Regel, dann nicht über das Business zu sprechen. Wie unsexy das wäre, wenn man gerade einen intimen Moment teilt, überlasse ich deiner Fantasie.

Wichtig ist, sich immer wieder klarzumachen, dass die Liebe Raum und Muße braucht. Wie man das herstellt, ist von den eigenen Interessen abhängig. Gemeinsamer Sport, Urlaube, im Camper-Van über das Wochenende wegfahren, regelmäßige gemeinsame Abendessen – egal, was es ist, Hauptsache es kommt eine neue gemeinsame Geschichte heraus, die beginnt mit: Weißt du noch, als wir…?. Gemeinsame Geschichten schaffen Nähe und ein Gefühl von Sinnhaftigkeit. Und daraus kann man als Paar schöpfen, wenn es im Business mal wieder stressig wird.

2. Die Partner:innen von Selbstständigen sind mit verhaftet

Auch wenn die Partner:in nicht mit im Business arbeitet, ist sie dennoch viel stärker davon berührt, als wenn beide angestellt wären. Paare, mit denen ich gearbeitet habe, berichten, dass das Business und alles, was da dran hängt, immer viel stärker Teil des gemeinsamen Lebens ist und mehr Raum einnimmt, als eine einigermaßen zufriedenstellende Festanstellung.

Klar, wenn es Ärger auf der Arbeit gibt, schwappt natürlich auch der in das Privatleben mit rein. Aber in der Regel ist es kein Dauerbrenner, sondern ruft zum Handeln auf. Und irgendwann ist das Problem gelöst oder man nimmt es hin.

Auch durch die klareren Arbeitszeiten einer Angestelltentätigkeit geht es vielen Paaren gut, weil sie Rituale einrichten, wie sie den Feierabend und das Wochenende einläuten. Viele Selbstständige entgrenzen die Arbeitszeiten, sodass ein diese Schwellen, die einen Übergang von Arbeit zur Freiheit markieren, nicht mehr vorhanden oder sichtbar sind.

3. Die Weisheit der vier Grenzen

Eigentlich, unabhängig davon, ob man angestellt oder selbstständig ist, man sollte die Weisheit der 4 Grenzen im Sinn haben.

  1. Arbeitsplatz: Am besten bleibt die Arbeit auf der Arbeit. Das bedeutet, sich abschließende Momente zu gönnen, die auch dem Gehirn signalisieren, jetzt ist Schluss für heute. Es kann die Reflexion des Tages sein. Die Vorbereitung auf den nächsten Tag, indem man die drei wichtigsten Punkte aufschreibt, die man zuerst erledigen will oder der Gang unter die Dusche. Manche meditieren 10 Min., andere nehmen das Rad und fahren um den Block. Mit all dem wird der Arbeitstag mental abgeschlossen.
  1. Abendbrottisch: Du kannst noch beim abendlichen Essen über die Arbeit sprechen. Dann sollte Schluss damit sein. Manchmal gehört ein wenig Selbstdisziplin zu diesem Punkt.
  1. Sofa: Die Arbeit begleitet dich auf deine Couch und während du Netflix schaust, kreisen die Gedanken um die Arbeit.
  1. Bett: Du nimmst die Arbeit mit ins Bett. Manchmal, in dem du noch mal schnell auf das Handy schaust oder die letzten Mails checkst. Oder deine Gedanken, die wie 1000 Affen im Kopf herumspringen, rauben dir den Schlaf.

Die Weisheit der 4 Grenzen empfiehlt möglichst nur 1. zu pflegen, und manchmal 2.. Wird 3. und 4. zur Regel, ist das ein Alarmzeichen. Es kann zu einer mentalen Müdigkeit führen, die meist keinen emotionalen Raum mehr für die Partnerschaft bieten kann. Das ist der Killer für die Liebe.

Wenn du als Selbstständige(r) mehr mit deinem Business als mit deiner Partner:in verheiratet bist, könnte das auch der Liebe schaden, wenn du nicht auf sie achtest.

4. Mehr ist mehr beim Umsatz – oder nicht?

Klar, ein guter Umsatz macht Spaß, keine Frage. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Ein steigender Umsatz ist gut fürs Ego. Und er bringt über das Geld mehr Freiräume. Die Energie, und auf eine Art ist Geld nichts anderes, bringt auch mehr Entscheidungsfreiheiten, wofür man das Geld einsetzen kann und wo man investieren will.

Geld bereichert Paare, weil man sich besondere Reisen leisten, gut für das Alter sorgen, den Kindern die Privatschule ermöglichen und andere Annehmlichkeiten ins Leben spülen kann. Aber ist mehr wirklich immer mehr?

Vor vielen Jahren bekam ich mal ein Kochbuch geschenkt, das „Weniger ist mehr“ heißt. Die Idee war, ressourcenschonend, nahrhaft und nachhaltig zu kochen. Du kannst dir sicher vorstellen, dass es keine Rezepte mit Lachs oder Kaviar in dem Buch gibt.

Warum ich dir überhaupt davon erzähle, ist das, was ich immer wieder als Business-Mentorin mit meinen Kund:innen bespreche. Bis wohin ist ihr Unternehmenswachstum gut und gesund, wo fängt es an, nicht mehr nachhaltig zu sein. Wo verschiebt sich der Punkt zwischen Umsatz und Einsatz so sehr, dass das Business zu viele, auch persönliche Ressourcen frisst.

Eine Überlegung in dem Zusammenhang ist die, dir klarzumachen, welchen Lebensstil du pflegen möchtest und wieviel Umsatz dir reicht. Gutes Leben und Gutes Business zusammen zu denken, hat schon manche Partner:innenschaft gerettet, weil die Lebensqualität ein Faktor in der Businessstrategie war.

Ideal ist, wenn beide Liebende sich Zeit nehmen, darüber zu sprechen, wie das gemeinsame Leben aussehen soll und wo man welche Schwerpunkte setzen möchte. Ich rege an, sich dafür einmal im Jahr richtig ein oder zwei Tage dafür zu nehmen und monatlich einen Zeitpunkt festzulegen, wo besprochen wird, ob man für sich als Paar noch auf Kurs ist.

4. Tipps, damit Liebe und Business eine Erfolgsgeschichte wird

Einige Tipps habe ich dir ja schon gegeben. Ich denke, am Ende ist es wichtig, eine Haltung einzunehmen. Du brauchst eine genaue Vorstellung davon, wie du dein Business und deine Liebe zusammenbringen möchtest, damit beides wachsen kann.

Sowohl ein Business wie die Liebe kannst du dir wie eine Pflanze vorstellen, die regelmäßig gepflegt und gegossen werden will, damit sie sich entwickeln kann.

Im Alltag bedeutet das, sich Inseln der Begegnung zu schaffen. Manche machen das morgens im Bett, indem sie dort gemeinsam frühstücken und so den Tag beginnen. Für andere ist eher ein Abendritual, ein Getränk zu sich zu nehmen und den Tag mit schönen Gesprächen ausklingen zu lassen, eine Insel. Selbstverständlich ist, dass alle mobilen Geräte an der Stelle zur Seite gelegt werden, damit Raum zur Begegnung entstehen kann wird.

Plant ein- bis zweimal im Monat ein gemeinsames Event, wie eine Wanderung, ein Konzertbesuch, eine Partnermassage oder, wenn der Stress es nicht eh hat einschlafen lassen, Raum für Sexualität. Meine Buchempfehlung hierzu: Guter Sex trotz Liebe.

Humor ist wichtig, den anderen zum Lachen zu bringen. Hinterlasse kleine Botschaften und Zeichen der Liebe. Auch der klassische Blumenstrauß hat noch nicht ausgedient.

Wenn die Liebe nicht baden gehen soll, ist gegenseitige Wertschätzung und offene Kommunikation eine recht günstige Variante, um die Zuneigung füreinander weiter zu pflegen. Wenn so eine wunderbare und wohltuende, gern auch leidenschaftliche Beziehung entsteht, gehts auch mit dem Business leichter.

Wie heißt es so schön: „Happy wife, happy life!“ 😉

Das gilt für alle Liebenden.

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